Schwarze Geomantie

Die hehrste Aufgabe der mittelalterlichen Dombauhütten war es, die Kanäle göttlichen Lichtes frei zu graben und für alle Menschen zugänglich zu machen, damit sie im Innersten ihres Herzens die Einswerdung mit dem wahrhaft Göttlichen erleben konnten.

Bedauerlicherweise wird der Begriff „Geomantie“ mehr und mehr von Medien eingenommen, die sich auf gechannelte Botschaften aus der „geistigen Welt“ berufen.

Seit den Tagen der unsäligen Frau Helena Petrovna Blavatsky und speziell im Bereich der Geomantie initiiert durch Marko Pogačnik und seine als Medium fungierende Schwester Ana  arbeitet die dunkel okkulte Seite der Erde daran, diese Kanäle zu versanden. Diese unverkörperten Wesen stehen jenseits von Gut und Böse und sind wesentlich intelligenter als wir Menschen. So sind ihre Botschaften voll von salbungsvollen Worten wie Licht und Liebe. Leichtgläubige Medien glauben sich von hohen Engelwesen oder „aufgestiegenen Meistern“ geführt und merken nicht, wie sie im besten Glauben an das Gute zu Agenten der Finsternis werden. Durch vernetzte Rituale werden weltumspannend schwarze Strukturen auf die lichten göttlichen Kanäle gelegt. Diejenigen, die es angeht, werden mir in den seltensten Fällen Glauben schenken – zu den anderen rufe ich: „Vater, vergib‘ ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“

Geomantie, wie ich sie verstanden wissen will, arbeitet mit den natürlichen Energien der Erdaura in ihrem wechselvollen nach Ort und Zeit wandelnden Zusammenspiel. Die Struktur und mineralische Zusammensetzung der Erdrinde, die Formen der Landschaft, der Pflanzen und Tiere, der kulturellen Hinterlassenschaften der Menschen, dem Wetter und nicht zuletzt mit den Gedankenformen, die die Menschen an speziellen Orten hinterlassen haben. Keineswegs dürfen Anweisungen aus nebulösen okkulten Quellen unseren klaren Verstand und unsere reine Intuition vernebeln.

Geomantische Werkzeuge können unter anderem sein: Brauchtum, Rituale, Landschaftsgestaltung, Erdakupunktur, Bauharmonie und das Auflösen destruktiver Gedankenformen mittels bewussten Willensakten. Die Formensprache der chinesischen Geomantie, dem Feng Shui, wurde im Mittelalter niemals von den Bauleuten gebrochen. Die heutige Architektur dagegen strotzt nur so von Verfehlungen gegen die ewigen Gesetze von Schönheit, Gesundheit und Wohlstand fördernden Energien und dient, wenn überhaupt nur den Reichen und Mächtigen, die aber kaum zugeben würden, dass sie sich dieser geomantischen Hilfsmittel bedienen.