Goldene Turmkugel

Kapellen und Kirchen wurden häufig auf Energiekreuzungen und Energiewirbeln (Vortex) erbaut, die für das Leben im Dorf oder Stadt nicht förderlich waren. Mit der Kunst der Bauleute (Steinmetzen) konnte die chaotische Energie transformiert, harmonisiert und für die Menschen nutzbar gemacht werden. Im Kircheninnern entstand eine gleichförmige Schwingung, die jedoch im Chor höher war, als im Kirchenschiff, das für die Laien bestimmt war.

Überschüssige Energie wurde durch die Kirchturmspitze nach oben abgeleitet, wobei nach den Erkenntnissen des Runenforschers Friedrich Bernhard Marby die Form der Kirchturmspitze auf die Qualität der Erdenergie hinweist. Oben auf dem Turm befindet sich eine goldfarbene Kugel, die Turmkugel. Diese sendet nun mit ihrem goldenen Glanz diese transformierte Energie gleich einem Segen auf die Siedlung zurück. Deshalb sollten diese Turmkugeln immer golden poliert werden und sich nicht hinter einer dunkelgrauen Patina oder gar Lackfarbe verstecken. Die Turmkugeln erfüllen darüberhinaus noch weitere Aufgaben als Aufbewahrungsort für die Kirchenbaupläne (Rekonstruktion nach einem Brand), weithin sichtbarer Vermessungspunkt und nach der Lehre des Feng Shui einem Blocken und Umlenkung des Sha Chi, das sonst aus einer Spitze austreten würde.


links: Laurentiuskirche in Ebersbach-Sulpach (es ist 5 vor 12 und der Heilige Geist hat sich in Form einer Taube auf der Wetterfahne niedergelassen.) Photo: Karl Aldinger am Karfreitag, den 03. April 2015

rechts: Dom zu Riga, Photo Wojsyl (Wikipedia commons)